Textové pole: Rody z Èeskomoravské vysoèiny

 

Textové pole: Sedliský
Historie mlynáøského rodu
  Textové pole: Genealogická data rodu Nepauer

  Textové pole: Chronik der Familie Nepaur aus Policka  Textové pole: Genealogická data rodu Hlouš

 Textové pole: Genealogická data rodu Fadrný

 

Textové pole: Historie rodu
Fadrný

 

 

Chronik der Familie Nepaur aus Policka

von MUDR./Univ.Prag Robert Kovarik, geboren Ilja Nepauer

pokraèovat na èást 2

Quellen ( Prameny ): „Kronika rodu Nepauerù“ mého otce Jana Nepauera z Prahy (darovaná i mìstskému Museu v Po­lièce), Hájkovy polièské dìjiny, dìjiny Palackého, zápisky a sbírky lidových povìstí Josefa Nepauera z Polièky, „Mysteria zemì Èeské“ Emilie Bednáøové, jakož i studium dalších dílèích histo­rických pramenù.

 

Poznámka zpracovatelky stránek pro èeské ètenáøe :

Kronika se kromì vlastní rodové historie také obsáhle zabývá èeskými dìjinami od dávné minulosti, protože pùvodnì byla urèena pro autorovy dìti již narozené v Nìmecku.

 

 

Die Fortsetzung wird folgen!

 

 

 

DIE GEOGRAPHIE UND FRÜHE  GESCHICHTE

 

Über die Steinzeitbevölkerung Ostböhmens wissen wir nicht allzu viel. Das Gebiet von Böhmen und Ungarn wurde dann zum Ursprungsland der frühen Kelten. Auf dem Gebiet Böhmens entstand später in der Römerzeit der erste germanische Staat in der Geschichte überhaupt: Es war das Königreich der Markomanern unter dem König Marobud. Ostböhmen wurde beeinflusst vom Großmährischen Reich des frän­kischen Händlers Samo. Auf dem böhmischen Boden wechselten sich auch viele Völkergruppen während der Völkerwanderung, die durch den Chingischan-Raubzug ausgelöst wurde: Slaven, Vandalen, Awaren, Mongolen, usw. In den slawischen Sprachen finden sich Worte aus dem Sanskrit. Ein buntes Völkergemisch gab es also schon damals, wenngleich die zeitweiligen Sieger meistens bemüht waren ihre besiegten Vorgänger zu vertreiben oder zu töten um ethnische Säuberungen durch­zuführen. Nur die Nischen des Urwalds boten zumindest einigen gesprengten Grup­pen der Verlierer eine Rettung und noch einige Zeit einen gewissen Schutz.

 

 

SLAWISCHE GESCHICHTE OSTBÖHMENS von 713 bis 1200

 

Böhmen wurde von verschiedenen slawischen Stämmen bewohnt, die noch kaum oder nur teilweise vereinigt waren. Einige waren bereits altansässig, andere wan­derten in das Land später ein. Die Tschechen fanden jedenfalls das bereits kulti­vierte Land bei ihrem Ankunft, so zumindest erzählt es ihre „Saga vom Stammvater Cech“.

 

Lucané, Zlicané und Charváten siedelten unter dem Erzgebirge. Es fehlten sogar litauische Stämme nicht. Ferner kennt man Doudlebi, Netolici, Volynane und Lemuzi.

 

Den ältesten slawischen Herrscher nannte man „KROK“. Das Wort Krok bedeutete seit immer die magische Bezeichnung des heidnischen Gottes - den Herrscher des Himmels. Ein Herrscher namens Krok verkörperte also einen lebendigen Gott in sei­ner Person, wie es damals üblich war. Der französische Historiker Stayert in der Geschichte der Stadt Lyon behauptet, dass Krok, der mit seinen Soldaten die Stadt Lyon in 4.-5.JH eingriff, ein Slawe war. Der Sitz des Kroks in Böhmen war Budec bei Prag. Budec war DIE altbekannte Ausbildungsstätte der alten Religion, wo auch drei Töchter von Krok, namens TETA, KAZI und LIBUSE, erzogen wurden.

 

Die damaligen Opfergaben für Göttern war meistens unblutig: das Honig, das Brot und sonstige Teile der Nahrung. Am Feiertagen opferte man das Geflügel und klei­nere Tiere. Mit Sicherheit opferte man manchmal auch einen Ziegenbock. Bei wichti­gen Anlässen wurde aber auch ein Stier, eine Kuh oder ein Pferd geopfert. Selten, jeweils nur an einem der sehr bedeutenden Jubiläumstagen des zyklischen neunten Jahr, gab es auch ein freiwilliges(!) rituelles, menschliches Opfer. Es handelts sich dabei um den kultischen Garanten für das Wohl des Volkes - des lebendigen Gottes –  also um „das Gottesopfer“. Zum Gottesopfer wurde in der Regel der Herrscher selbst. So war es ähnlich wie z.B. auch in altem Ägypten und ganzem Mittelmeerraum.

 

Darüber hinaus existierte in Böhmen wie in übrigen Europa auch ein orgiastischer, orphischer Kult, der im Gegensatz zu Gottesopfer unfreiwillige Menschenopfer förderte. Sein Zentrum war jeweils dort, wo man ein Ort „PSÁRY“ nannte. (Aus Bes­sapory-Bzery-Psary). Psary gab es überall: an der Ukraine, in Griechanland, in Arka­dien, in Kroatien (Psarjevo-Sarajevo). In Thrakien gab es Zentrum des Dionysos Kultus. Slawische und thrakische Stämme waren nämlich oft miteinander vermischt.

 

Die Priester dieses Kulten nannte man „BESSEN“. Sie siedelten an beiden Ufern von Donau. Ihr Land nannte man deshalb Bessarabien.  Strabo schreibt in 1.JH: "Auf einer Insel in der Nähe von Britannien werden Demeter und Persefona genauso orgiastisch geehrt wie in Samothrakia." In 4.JH schreibt Dionysus: „An den Inseln in der Nähe Jersey und Guersey werden Bakchus Zeremonien von Frauen durchge­führt, die nur mit Laubblättern angezogen sind. Sie tanzen und machen einen noch größeren Lärm als die thrakischen Frauen."

 

Damals kannte man noch gemäßigte vestalische Kulte neben den wilden orgias­tischen Kulten, ähnlich wie in Griechenland und in Rom. Die orgiastischen Kulten wurden von Frauen in Trance in Massenhysterie und unter dem Einfluss von manchmal berauschenden Getränken an bestimmten Bergen von Zeit zu Zeit ausge­übt. Männer wurden dabei manchmal getötet und in Stücke zerrissen, wie es bei dem Orpheus bekannt ist.

 

 J.G.Frazen in Buch: "The Goulden Bough": "The similarity of Roman and Slavonic customs has been alredy remarked by the scholars."

 

Slawen besaßen bereits eine eigene Schrift: Anfangs handelte es sich um eine geritzte Schrift ähnlich den Runen. Diese Schrift ähnelte auffällig der etruskische Schrift. Später benutzten sie lateinische und griechische Buchstaben. Erst Cyril, ein byzantinischer Missionar, setzte das vollständige slawisches Alphabet mit 38 Buch­staben zusammen. Neben der Umgangssprache hatten Slawen auch eine heilige „Zeremonial Sprache“.

 

Die Kroks Töchter wurden im Alter zwischen 6. –10. Lebensjahr zur Priesterin bestimmt, wie Vestalinen in Rom auch. Sie waren verpflichtet 30 Jahre lang ihre Jungfraulichkeit zu behalten. Danach dürften sie auch heiraten. Alle drei Kroks Töchter hatten diese Frist tatsächlich eingehalten.

 

722

Die Libuse wurde zur Fürstin. Sie war eine berühmte Prophetin. In diesem neunten Jahr des neunjährigen kultischen Zyklus(!) heiratete Libuse den "Premysl den Pflügerer" vom Stamme der urslawischen Lemuzen. (Lemes ist Teil des Pfluges). Lemuzen übten ein besonderes Ritual aus – „Das Pflügen“. Auch den Namen des Gottes Triptolemos in Eleuside bedeutete: „Ein Mann, der dreimal pflügt“. Er lernte also die neuen Agrarmenschen zu pflügen.

 

723

LIBUSE prophezeite die Gründung von Prag und gab ihre genaue Anweisungen dazu. In der Stadt Prag gründete sie dann ihren Richterstuhl, der in einem Turm plat­ziert wurde. Der Turm befand sich in der heutigen Prokopská Straße an der Kleinen Seite. Dort, auf einem Haus, der heute an dieser Stelle steht, gibt es eine Statue des heiligen Prokop.

 

(Bemerkung von Emilie Bednárová: Es scheint aber, dass der Name Prag (PRAHA) nicht von slawischem Wort für eine Schwelle „Práh“ abstammt, sondern dass sie auf eine indoeuropäische Wurzel zurückzuführen ist: Zwischen den slawischen Sprachen und Sanskrit gibt es ja ohnehin zahlreiche Übereinstimmungen. Der vedische Sprichwort: "Pragsidaja" bedeutet "Na prahu sedící" (Auf der Schwelle sitzend) im Sinne "In der Zeit des Gerichts auf den Urteil wartend". Libuse benutzte also wahr­scheinlich nur eine altertümliche, damals schon fast vergessene Bezeichnung dieses Ortes.

 

Es ist nämlich eine Überlieferung bekannt, dass Prag schon etwa 50 Jahre früher als vor Libuse gegründet wurde: Die Stadt Prag sollten allahabenische Kaufleute grün­den. Sie reisten Richtung Westen und kamen bis zu dem Land Bohma. Dort trafen sie auf ihre Landesgenossen aus Indien. Mit ihnen gründeten sie zuerst an dem Zusammenfluß von Moldau und Elbe, später etwas südlicher, ein befestigter Lager namens Paragaja (Pragaja). Diese Bezeichnung sollte auf "Dion Peregajur" erin­nern, das heißt "Treffen der Götter auf dem Ort am Zusammenfluss von zwei Flüs­sen", der von Rama gegründet war.  Das Original dieser Legende soll in dem Archiv der indischen Gesellschaft Sad Baju in Edinburgh aufbewahrt sein.

 

In den Veden gibt es den Namen Pragavadi ( Göttin des Opferfeuers) . „Anfertigung einer Schwelle“ (Práh) war damals ein ähnlicher Festakt wie heute „das Legen des Grundsteines“. Das „Setzen des Fußes auf die Schwelle“ hatte eine symbolische Bedeutung beim Gelöbnis und  Schwur.)

 

Fürstin Libuse herrschte zusammen mit 12 Männern, die ihr zu Seite standen. Die Anzahl 12 plus eine „Panna“ (Jungfrau im Sinne der eingeweihten vestalischen Priesterin) bildeten zusammen die Anzahl 13. Dies verrät mit Sicherheit, dass es sich bei ihrer Versammlung um einen priesterlichen Rat der Eingeweihten handeln musste. Diese Anzahl 13 hatte magische Bedeutung in der ganzen Europa: (Graf Vrsovský wurde zum Oberhaupt von 12 eingeweihten Männer, Robin Hood mit sei­nen 12 Genossen, König Artus mit seinen 12 Rittern...)

 

735

Die Fürstin Libuse starb.

 

 

736

VLASTA, eine Priesterin des orphischen Kultes, eine ehemalige Dienerin von Libuse, versuchte den Fürsten Premysl zu Heirat zu bewegen. Sie wollte mit ihm einen neuen „Göttlichen Paar“ gründen. Sie hoffte somit in den „Heiligen Rat von Dreizehn Eingeweihten“ aufgenommen zu werden. Vlasta wurde von Premysl abgewiesen. Libuse war früher Vertreterin des Sonnenkultes, während Vlasta eine selbstherrliche Anhängerin des verdrehten Mondkultes war. Libuse hatte immer eine zurückhaltende Stellung zu der Vlasta. Unter dem dunklen Einfluss von Vlasta wur­den die orgiastischen, extatischen Kulten gefährlich. Deshalb ließ Premysl auf dem gegenüberliegenden Ufer der Moldau ein neuer Burg namens VYSEHRAD erbauen. 

 

Vlasta betrachtete nun ihre Abweisung als eine schwere persönliche Beleidigung. Sie betrachtete sich als viel fähigere Priesterin und Magikerin als es Libuse war. Vlasta baute ihren Sitz als Trotzburg DEVÌN auf dem anderen Moldauufer, der direkt gegenüber dem Premysls-Burg lag. Dann versammelte sie viele Mädchen um sich. Sie schürte Hassreden gegen den Männern wie eine eifrige Feministin (in der Erinne­rung auf das frühere Matriarchat versuchte sie die jetzige Herrschaft vom Premysl brechen). Vlasta kannte die Wirkungen von Kräutern. Sie gab den Mädchen einen "Zaubergetränk". Nach dem Trinken begann jedes Mädchen jeden Mann und sogar ihren Bruder und Vater hassen. So begann  der sog. "Mädchenkrieg".

 

Premysl beauftragte seinen Vertrauten CTIRAD mit zwanzig Kämpfern um Friedens­verhandlungen im heiligen Tal von Sárka unweit von Prag zu führen. Vlasta nahm fünfzig Mädchen mit den besten Pferden mit sich. Die angestiffteten Mädchen beka­men den Auftrag, die Männer aufhalten und  sie zu vernichten, entweder mit Hilfe der Tapferkeit oder einer List.

 

Ein Hornsignal eröffnete die Verhandlungen. Vlasta setzte immer neue Bedingungen und verzögerte so absichtlich die Friedensgespräche. Den Mädchen, die in orgiasti­schen Praktiken erfahren waren, gelang es, unter der Vortäuschung ihrer Zuneigung, die Premysls-Männer zum Trinken zu verführen. Sie kannten sich mit Drogen aus. Die betäubten Männer wurden wehrlos. Sie wurden umgebracht bis auf den Ctirad. Er war gefangengenommen und erst am Burg Devin wurde er geopfert.

 

743

Vlasta glaubte nun, dass es nur die Frage der nächsten Zukunft wäre, ihre Herrschaft über das tschechische Land mit Hilfe von magischen Ritten bald zu erzwingen. Sie veranstalte in Devín eine große Feier. Dort setzte sie sich auf einen hohepriesterli­chen Thron und hielt eine Ansprache. Es kam aber anders: Im Kampf wurde Vlasta getötet. Der ganze Streit dauerte 7 Jahre lang.

 

Vrsovci

Nun zu der Bedeutung des Stammes VRSOVCI: Vrsovci (Vrch = oben) war eine mächtige, erbliche, priesterliche Kaste der "Alten Religion", der altertümlichen, slawischen, heidnischen Urbevölkerung. Als das äußere Zeichen ihres Amtes tru­gen die Hohepriester der alten Religion Hörner und waren im Tierfell angezo­gen. Dies war ein Überbleibsel der alten schamanistischen Kulten der Jäger und Sammler und der späteren landwirtschaftlichen Gesellschaften. Aus den Hohepriestern der Alten Religion machte dann die neue christliche Kirche die Teufel mit Hörner und Fell um sie auszuschalten und lächerlich zu machen.

 

Gerade Vrsovci waren also die wichtigsten Gegenspieler den, aus ihrer Sicht „christ­lichen Usurpatoren“, die damals unter dem Deckmantel der neuen christlichen Lehre, in Wirklichkeit ihre Expansionspolitik und Versklavung fremder Völker durch Christia­nisierungs-Angriffskriege verfolgten.

 

Der Erfolg des Christentums und der Alten Religionen war unsicher und wechselhaft noch bis zum 13. JH. Der einen Glauben jagte den anderen aus und das wiederho­lend und überall: sowohl in England als auch in Normandien, Sachsen und anderswo.

 

In 13. JH begann die Kirche ihren langwierigen Kampf mit dem Heidentum dadurch, dass sie die "Hexen und Hexer" für Ketzer erklärte. (Erst im 15.JH war die christli­che Kirche aber so stark, dass der Papst Innocent VIII. eine organisierte Vernichtung des Alten Glaubens durch die Veröffentlichung der "Bulla gegen den Hexen" wagte.)

 

759

Jetzt, also 20 Jahre nach dem Tode von Libuse, fand man einen ganz besonderen Fund. Dort, wo Premysl mit Libuse befielen, das erste Haus zu gründen, entdeckte man eine alte Grube, die mit Steinen bedeckt war. Sie beinhaltete noch eine Menge Brennholz für das rituelle Opferfeuer. (Gerade dort wurde später die „Kirche des hei­ligen Vavrinec“ erbaut.) Diese Grube, von der die, in Geheimwissenschaften am Budec eingeweihte Priesterin Libuse wahrscheinlich bereits wusste, bekräftigt das Zusammenhang der Bezeichnung Praha mit der kultischen Bedeutung des "Heiligen Opferfeuers", das dort schon in grauer Urzeit längst vor Libuse existieren musste.

 

(Auch die Etrusker, und gerade sie, gründeten ihre Städte unter ähnlichen religiösen Gesichtspunkten: Die Stadt galt als für sie als eine winzige Zelle im All. Der Priester markierte vier Himmelsrichtungen in der Stadt und in ihrer Mitte wurde dann eine tiefe Grube ausgehoben (Z. B. in Merzarbott bei Bologna). Die Grube wurde mit Steinplatten bedeckt. Sie bedeutete die Verbindung der Lebenden mit den Toten. Solche Grube wurde also zur Schwelle (Práh) zu den Herrschern der Unterwelt.)

 

Das Christentum absorbierte viele der göttlichen Attributen des Alten Glau­bens: In alter Gallien war der Hauptgott oft mit einer Hirschmaske dargestellt. Auch der Heiliger Hubertus, der Heiliger der Jäger hat als Vorbild den Alten Heiligen Hirschen. Sein Feiertag fällt auf den 3.November, einen den wichtigsten vierteljähri­gen Festtag des Alten Glaubens.

 

(Noch bis 17.JH hatte der Alten Glauben viele Anhänger, auch in England. 1303 Bischof von Coventry niederkniete mit anderen seinen Priestern vor der Gottheit in Form vom Tier. Er wurde deswegen vor dem Papst beschuldigt. In Frankreich zeleb­rierte 1453 der Prevor von Saint Germain -Laye ein ähnliches Feier.

In Irland untersuchte der Bischoff von Ossora die Lady Alice Kyteler für das Verbre­chen, einen anderen Gott zu verehren als den Christlichen.)

 

 

Die Alte Religion

Der heidnische Hohepriester trug eine ähnliche tierische Maske, wie es auf den palä­olitischen Abbildungen in den Höhlen vor 8.000 Jahren abgebildet ist. Meistens war er als Stier, Wider oder Hirsch manchmal aber auch als Katze, Hund oder Pferd verkleidet. Die Verkleidung als Wider oder Ziegenbock gab es vorwiegend in Frank­reich und in Deutschland. In England, in Schottland und in Südfrankreich erschien er dagegen als Stier oder als Hirsch. Später trug der Hochmeister am häufigsten die Maske eines Schweins, insbesondere in Deutschland und in Frankreich.

 

(Der anglische PUCK (nach M.A.Murray) ist BOUCA vom Wales. Dies wurde direkt vom slawischen BOG (enlisch GOD) abgeleitet. Davon wurde später auf niedrigerer Ebene BOGEY und schottischer BOGLE, was heute einen kleinen bösen Gott bezeichnet. Das Ritual mit Puck, dem König von Irland ist der Rest der Verehrung des Gotteskönigs als einen inkarnierten Gott.  Auch der Kult des Robin Hoods auf verschiedenen Orten, der mit seinen 12 Genossen immer grünes Anzug trug und in Opposition zu der Kirche stand, soll Rest des Alten Glauben sein. Orphäus sollte an den Britischen Inseln unter dem Namen Robin gelangen. Solange er vom Shakes­peare nicht zum Oberon degradiert wurde, wurde er von den "kleinen Menschen" als Gott verehrt. Man nannte ihn PUCK, ROBIN, ROBIN GOODFELLOW, ROBIN HOOD, HOBGOBLIN. Robin Hood sollte eine verkörperte Gottheit darstellen, Robin Goodfelow dagegen seinen zweiten Aspekt als sein lustiger Doppelgänger.

In einer alten irischen Legende liest man von einem heldenhaftem König EOAI, den man Airemnech oder Airemnon - the plougmann (Deutsch: Der Pflügerer, tsche­chisch: orác) nannte.)

 

Das Tieropfer des Pferdes überdauerte in Irland bis 12. JH. Auch dies hat Ursprung in alten Indien (Sanskrt).

 

Sabbate der alten Religion feierte man vierteljährlich: Am 2.Februar, am Abend vor dem 1. Mai,  am 1. August und am Abend vor dem 1.November. Dies wurde den Vermehrungszyklen der Tieren nachgeahmt und es belegt das paläolitische Alter dieses Kultes. Sabbat fand immer an demselben Tag des Jahres statt. Man brauchte deshalb keine Einladungen zuzuschicken. Alle Heiden versammelten sich immer pünktlich.

 

Das Ort der kultischen Versammlung war immer unter freiem Himmel: in Moor oder auf einem bestimmten Hügel (Berg), wo sich eine große Menge von Men­schen versammeln konnte. Sabbat begann zwischen 9-10 Uhr vormittags und endete erst am nächsten Tag morgens, sobald die Hähne zu singen begangen.

 

Frühlings kehrten Menschen zurück in ihre Gemeinden tanzend und brachten VESNA (Symbol des Frühlings) mit sich.

 

Der Hauptunterschied zwischen dem heidnischen und dem christlichen Glau­ben beruhte auf dem "Dogma vom sterbenden Gott". Die Christen wurden gelehrt, dass Gott verstorben ist, während das Alte Glauben lehrte, dass sich Gott immer wieder für die Welt opfert und deshalb er dem Tod immer wieder preisgege­ben werden müsste. In den Alten Zeiten war das Gottesopfer (meistens ein alternder Herrscher nach einer abgelaufenen rituellen Zeit) bei der Anwesenheit der gesamten Gemeinde der Gläubigen bei lebendigem Leibe oft verbrannt. Nachdem die heidni­sche Westeuropa mehr organisiert wurde, musste er durch die Hand des öffentlichen Scharfrichters sterben.

 

Die christliche Kirche hat also ihren furchtbaren Brauch, die Hexen zu verbrennen, nicht selbst erdacht. Sie übernahm nur den bereits existierenden Brauch, doch sie tat nichts, um ihn abzumildern. Das Opfer der Königs oder eines Ersatzmannes war also von den ältesten Zeiten bekannt und hielt sich in Westeuropa so lange, solange der „Kult des gehörnten Gottes“ anhielt.

 

Auch ein einfacher Mensch konnte sein Leben im Überfluss für eine bestimmte Frist " mieten". Danach verlangte der "Teufel" (der Hohepriester) allerdings seinen Leib und seine Seele. Diese Frist war häufig siebenjährig, wie bei den Königen Englands.

 

Die höchste Opfer war dann die Opfer des Gottes selbst. Sie hat sich an einem der vierteljährlichen Sabbaten ereignet. Solch ein Sabbat wurde der "Große Sabbat" genannt, der nicht identisch mit dem jüdischen Sabbat war.

 

Der Hauptsitz von Vrsovci lag in dem heutigen Stadtteil Vrsovice in Prag. Diese Hohepriester der alten Religion unterrichteten also Menschen in allen religiösen und magischen Fragen in den berühmten religiösen Lehranstalten in Budec und in Vysehrad (Prag). Sie folgten der Tradition der druidischen Schulen, wo Heldener­zählungen, Prophezeiungen und andere magische Kenntnisse gelernt wurden.

 

Vrsovci führten das Land zusammen mit den Premysliden, die zuerst Häuptlingen und späteren Fürsten wurden. Der Stammesrat bestand also auch in Böhmen aus jeweils 13 Personen unterschiedlichen Geschlechtes, genauso wie in anderen Teilen des Europa auch. Anfangs lebte man noch im Matriarchat und die Fürstin, z.B. Libuse, verkörperte die göttliche Macht in ihrer Person. Erst später wurde zum Oberhaupt des Volkes ein Mann gewählt, der zusammen mit der Fürstin ein göttliches Paar bildete. In regelmäßigen neunjährigen Perioden musste sich der Stammesführer immer neu bewähren und falls er eine nachlassende Vitali­tät aufwies, wurde er getötet. Manchmal war er als Opfer nach einer festen Frist bereits fest vorgesehen. Diese Praktiken waren in der gesamten Europa verbreitet. Auch von den anderen Völker kennt man den sog. "Lauf des Königs".

 

Es handelte sich dabei um keine "Opfer dem Gott", sondern um "Opfer des lebendigen Gottes", der durch den Stammesführer repräsentiert wurde. Durch den Tod des alten Stammesführers konnte ein neuer Gott mit jüngerem  Körper dem Volk als Schutzgottheit zur Verfügung stehen. Es war undenkbar, dass sich der, zur Opferung vorgesehene Stammesführer seiner „Opferung zum Wohle seines Volkes“ entziehen wollte. Sein Tod bedeutete nämlich den Neuanfang, eine neue Hoffnung in den schlimmen, manchmal sonst fast ausweglosen Situationen des Volkes. Seine Pflicht zu Sterben war der heute noch üblichen Pflicht eines Kapitäns des sinkenden Schiffes (wie z.B. Titanic), ähnlich. Genauso war es umgekehrt undenkbar, dass jemand auf die Idee kommen konnte, den rituellen Tod des alternden "lebendigen Gottes" zu verhindern. Dies könnte Unglück dem ganzen Volke bringen, wie man es glaubte.

 

In späterer Zeit bot sich für diese Opferrolle freiwillig als Ersatzmann einer aus dem hohepriesterlichen Stamme von Vrsovci. Das stellvertretende Opfer musste aber für eine gewisse, vorübergehende rituelle Zeit die Regierung im Lande offiziell über­nehmen. Das war eine salomonische Lösung: Sonst würde das Ersatzopfer nicht gleichwertig und nicht gültig. Nur so konnte am großen Sabbat ein tatsächlicher, obwohl nur vorübergehender Ersatz-Häuptling nach dem vorgeschriebenen Ritus getötet werden. Nur so konnte das Glaubensritual eingehalten werden, während der echte Stammesführer, der vorübergehend entmachtet wurde, verschont blieben dürfte. Somit konnte die immer wichtigere Kontinuität der Regierung des echten Herrschers zum Wohle des Volkes verlängert werden. Die Vrsovci sorgten auf diese Weise für das Fortbestehen des Alten Religion und waren auch sonst im Kampf gegen die Christianisierung führend.

 

In den frühen Jahrhunderten kam es immer wieder zu erbitterten Konflikten zwischen der alten Religion und der neuen Zwangschristianisierung im Interesse der räuberi­schen Aristokratie Europas, die sich zwecks Weltbeherrschung mit dem römischen Papst verbündete. Als aber der Karl der Große aus Aachen seine räuberische Christianisierung auch in Böhmen versuchte, wurde er von den Slawen unter der Führung von Vrsovci bei Melník vernichtend geschlagen.

 

Die slawischen Haruspiken (Priester, die prophezeiten auf Grund der Vögelkunde) sie ehrten auch einen Vogel, der in England Magpie - Margaret pie, und in Frankreich Margot genannt wird. Ein von den beliebtesten Namen der alten "Hexen" war ja gerade Markyta, Margret, Margot. Die Kirche hat diese Verehrung durch eine Heilige Margareta (angeblich eine Märtyrerin in III.JH) ersetzt. In Böhmen gab es mehrere Prophetinnen, die unter diesem Namen prophezeiten. Gerade dort, wo sie ihren Sitz hatten wurden später Kirchen der Heiligen Marketa gegründet. So gibt es die Kirche der Heiligen Marketa in Brevnov in Prag.

 

Die Feiertage der heiligen Marketa hatten einen Bezug zum kosmischen Gesche­hen. Man feierte sie zwischen dem 13. -20.Juni. Gerade am 20.Juni beginnen die sog. "Hundstage". Das bedeutet, dass Sirius, der hellste Stern im Gestirn des Gro­ßen Hundes, zusammen mit der Sonne im Zeichen des Löwen aufgeht. Das Gestirn Großes Hund befindet sich in der Nähe von Orion unter der Milchstraße. Sirius war Stern der Isis, der mit Stella Maris für die Seefahrer und später mit heiliger Jungfrau Maria identifiziert wurde. Bei uns hatte es den Namen Markyta (also nicht aus dem griechischen Margareta-Perle).  Markyta bezeichnete die "Goldhaarige Göttin" oder " die mit einem Diadem auf dem Stirn ausgeschmückte Göttin" wie man es von den Märchen kennt.

 

Die Silbe „MAR“ ist sehr alt. Mariti bedeutete das Leuchten, Flammen. In den altindi­schen Veden ist Marici der Gott des Lichtes. Das goldene Haar war immer zum Symbol der Sonnenstrahlen. In den Hundstagen gibt es die größte Hitze des Jahres. An diesem Tag begann immer auch die Roggenernte. Ein tschechisches Sprichwort sagt: "Markyta hodila srp do zita." (Markyta warf ihren Sichel ins Roggenfeld).

 

Die Griechen feierten die Hundstage noch bis den Morgenaufgang von Arktur. 

Arktur ist ein helles Stern im Gestirn von "Bootes". In England wird es als „der Pflüge­rer“ erklärt. Auch in Böhmen nannte man dieses Gestirn „Premysl der Pflügerer“. In Böhmen sieht man den Arktur am Beginn des Oktobers etwa um 5.20 morgens auf­gehen. Er geht nieder um 8.35 abends. Die Sonne geht nieder bereits um 5.20 abends. Arktus, der männliche Aspekt der Gottheit, hatte Bezug zum Sirius und auch zum Gestirn der Jungfrau und somit zu Markyta. Es sollte sich um Arkos, den Sohn vom Zeva aus dem Stamme der Arkaden handeln. Sein Großvater zerhackte ihn in Stücke. Zeus hat den Arkad wieder zusammengesetzt, geheilt und zum Stern gemacht. Das hat Bezug auch zu den orphischen orgastischen Feiern, wo Männer von Frauen, die im hysterischen Trance tobten, oft auch zerstückelt wurden. Nach Dr. A.B.Kingsdorf (London 1887) hieß ARTHUS  ursprünglich AR-THOR, der Helle Herr. In den ältesten Zeiten wurde so immer der dreizehnte in der heiligen Gemein­schaft der Eingeweihten genannt. (12 Ritter, der dreizehnte König - der Helle Herr (Tschechische Anrede: Jasnosti!.)

 

Früher gab es einen Fest der Heiligen Marketa im Pragergebiet HVEZDA (Stern) Unsere Vorfahren trugen sechszipflige Papiersterne auf ihrer Bekleidung und feierten dort sehr ausgelassen, wahrscheinlich als Tradition der früherer orgiastischen Feier.

 

Auch in Strakonice wirkte einmal LADA, (Weiße Frau), "die kranke Menschen heilte und viele Geschenke unter das Volk verteilte". Man feierte sie später dort als "die leuchtende, wunderschöne Beloknegine" (weiße, gute Zauberin) am 15. August. An diesem Tag konnte der Sirius bei uns noch vor dem Sonnenaufgang beobachtet werden. An diesen Tag wurde später den Feiertag der Marias Himmelfahrt gelegt, genannt "die würzige". Man opferte ihr neun Arten von Blüten, die gegen verschiede­nen Krankheiten wirkten. Am jeden 15.August, jedes Jahr noch bis 1788, verteilte man den berühmten Brei im Hof des Schlosses in Strakonice als ein Überbleibsel dieser ehemaligen großen heidnischen Feier.

 

Auch in Strakonice gibt es noch die Kirche der Heiligen Marketa. Im Gebiet um Stra­konice war der Alten Glauben besonders stark verbreitet. Man sieht es auch an der Benutzung des Dudensacks (Duden Balgs) bis in den heutigen Zeiten. Dudenbalg ist ein Musikinstrument, der allen Slawen bekannt und beliebt war. Eine Flöte wird mit dem tierischen Fell verbunden. Am meisten mit dem Fell von Ziegenbock, noch mit den Hörner, das dem Gott Perun geweiht wurde. Alte Tschechen spielten den Dudenbalg noch während des christlichen Gottesdienstes 1806.

 

Der Göttin LADA, das heißt der "wunderschönen Jungfrau", spielte man schöne Lieder nachts nach dem Sonnenuntergang bei Festmahl in den Häusern. Bei den heiligen heidnischen Versammlungen spielte man den Dudensack und blasste die Hörner in der Zeit, als die Nacht abnahm und der Tag zunahm.

 

Vom 25. Juni bis 24 Juli wurden große Feuer angezündet als Dank dem Gott Svan­tovít (Svetovid). Vom Sonnenuntergang bis zu Morgendämmerung betete man, tanzte, sang und sprang über das Feuer. Man warf zum Himmel angezündete Besen. Dabei spielte man den Dudenbalg.

 

Später sagten die christliche Gegner: „Dudy (das Balgen) flammen das Feuer auf.“ Dudy gehören dem Teufel (Weil sie Hörner haben.). Die alte christliche "wissen­schaftliche" Meinung damals sagte: Der göttliche Musikant spielt die Harfe, Orgel und Glockenspiel. Der teuflische Musikant dagegen spielt Flöte, Horn, Trommel, Raspel und Dudenbalg.

 

In Strakonice gibt es eine alte Geschichte vom SVANDA dem Dudenbalgspieler. In Strakonice und Umgebung nannte man so früher alle Dudenbalgspieler. Diese Erzählung widerspiegelt die Geschichte von einem Führer des heiligen heidnischen Ritualkorps, der einmal während der heidnischen Feier und Tänzen spielte. Solche Feier erhielten sich sehr lange um Strakonice. In den tiefen Wäldern um Strakonice und sicherlich auch um Policka, blieb lange ein der wichtigsten geheimen Zentren des Alten Glaubens. Man erkennt es an den Bezeichnungen mit ROH : Rohozec usw. Der Dudensackspieler spielt und um ihn tanzen Waldfeen in tiefem Wald, so erzählen es die Märchen.

 

Die Ethymologie des Wortes SVANDA: Englisch SWAN- Swan. SWEN to sound. Deutsch SCHWAN. Der Schwan war Symbol des Orphäus.

 

Man glaubte, dass die Musik Zauberkräfte besitzt. Es gab besonders musikalisch begabte Familien, die erblich als Zeremonienmeister wirkten. Eine Adelsfamilie der Schwamberger lebte später in Burg Zvíkov an der Moldau. Eine Geschichte erzählt, das der letzte dieses Stammes der SVANDA der Dudenspieler war.

 

Dudenspieler spielten bei Fruchtbarkeitskulten am 1. Mai eine große Rolle. Es gibt viele Belege von Tanzzügen aus Schottland, England, Frankreich, Spanien, die nach ihrer Beschreibungen den alten heidnischen Ritualen sehr ähnelten: Eine Person als schwarzer Ziegenbock verkleidet führte den Tanzzug, die älteste Person tanzte gleich hinter ihm und hielt ihn an dem Schwanz, andere folgten und hielten sich an den Händen, man tanzte meistens im linksdrehendem Kreis wie die sogenannten Fee, ähnlich wie auf der paläolithischen Abbildungen in Katalonien, verkleidet, barbu­sig mit spitzer Kopfbedeckung und freiem Haar um eine kleine männliche Gestalt in der Mitte des Kreises.

 

Einige Tausendjahre später gibt es eine ähnliche Abbildung von Robin Goodfelow, dem Teufel, der tierische Fell nur auf den Beinen trägt. Die Anzahl der Teilnehmer auf der Abbildung ist 13 zusammen mit ihm und dem Musikanten.

 

Der dritte Konzil in Toledo (589) verbot das Tanzen in der Kirche am Vorabend der Feier. Auch Konzil in Avignon (1209) gab ein ähnliches Verbot aus. Doch heute noch wird trotzdem in mehreren Kirchen getanzt als Überbleibsel der alten heidnischen Ritualen.

 

Walter Scott, Edinburg, 1822: "Saßen, offensichtlich vermischt mit Slawen oder teil­weise eingedeutschten Slawen besiedelten früher England.... Namen der slawischen Götter kam aus Saßen in England: ZERNOBOG-CERNOBOG (Schwarzer Gott), MISTA: Msta (Rache)- Nemesis, SKOGULA, KUGA -CUMA MOROVá. Die Priester nennen sie heute die Teufel.".  Scott erinnert auch den SCLAVEYN- den typischen slawischen Mantel, der in Kroatien und in Slowakei bis vor kurzem getragen wurde.

 

Slawisch BUH, BOH bedeutet den "Gott" heute noch, egal ob es sich dabei um den heidnischen oder um den christlichen Gott handelt.

 

Reginald Scot in 16.JH beklagte sich: "In meiner Kindheit haben uns Amen mit einem häßlichen Teufel erschreckt. Er hatte Hörner auf dem Kopf, Feuer im Mund... er war ganz schwarz... so daß wir immer fürchteten, als wir jemanden rufen hörten: BOH!."

 

Pennethorne Hughes (1965): "BOH CATH HIM!" So scherzte mit uns Großmutter noch zum Beginn des XX.JH. Sie ahnte nicht, daß sie den Teufel ruft. BOH bedeu­tete bereits den Teufel."

 

"In Lincolnshil sind kuriose Bräuche erhalten. Unter anderen das Spiel mit den Müt­zen, das am 6. Januar vor den Zuschauern veranstaltet wird: Es spielen elf Männer genannt "BOGGENS" mit ihrem Führer und einem "Verrückten", also zusammen 13! (Nördlich wurden Hexer und Hexen BOGGARTS genannt). Sie werfen lederne Müt­zen in die Höhe und fangen sie nach gewissen Regeln eine ganze Stunde. Dann kommt es zur allgemeinen Feier. Boggen ist sicherlich Variante BOGA (Who is god) und des Gottes meiner Großmutter. Die Fee nannte man auch BOOGABOO. In Schottland ist bekannt BOGEY, BOGLE, ein Dimminutivum vom BOG.", sagte Hug­hes.

 

996

Die slavische Bevölkerung rund um Policka gehörte in der ältesten Zeit zu den "CHARVATEN". Der Stamm von Charvaten war zuvor aus polnischem Krakow zuge­zogen. Sie wurden zuerst von dem Stamm "SLAVNÍKOVCI" beherrscht, und als die­sen dann im Jahre 996 vom Boleslav II. vernichtend geschlagen wurde, mussten sich die Charvaten der neuen Herrschaft aus Prag, dem Stamm "VRSOVCI", für weitere 200 Jahren unterwerfen.

1109

Die „Vrsovci“ waren ursprünglich eine mächtige, erbliche, priesterliche Kaste der "Alten Heidnischen Religion". Im Jahre 1109 wurden Vrsovci vom Svatopluk, der in Mähren bereits getauft wurde, endgültig vernichtet.

 

Noch am Anfang des 13.JH. war POLICKA ein kaum besiedeltes Durchgangsgebiet, das sich von der noch fast unberührten mährischen Grenze bis zu dem bereits inten­siv kolonisiertem Gebiet um die Stadt Leitomysl erstreckte. Ein ununterbrochener, tiefer und schwer begehbarer Urwald charakterisierte diese Gegend, in der es kaum Landwirtschaft, Handwerk oder Handel gab. Gerade dieser Urwald erschaffte aber einen willkommenen, natürlichen Schutz der Landesgrenze vor Feinden. Ledig­lich durch einige wenigen, bewachten Landes-Pfade war es also möglich den Urwald kontrolliert durchzuqueren.

 

Die einzigen offiziellen Dauerbewohner waren deshalb nur die Wächter des sog. "TRSTENICE-PFADES", die ihn bei Gefahr mit mächtigen Verhauen versahen. Sie wurden von einer Obrigkeit eingestellt, die bereits zum christlichen Glauben bekehrt wurde. Sie waren daher wahrscheinlich schon getauft. Dies war keine Selbstver­ständlichkeit noch weitere Jahrhunderte später. Die Christianisierung war damals in Wirklichkeit mancherorts nur noch ein Fremdwort.

 

In abgeschottete Urwaldnische